Goodwill Ambassador: Wiener Philharmoniker

Die Wiener Philharmoniker sind Goodwill Ambassadorfür die Arbeit des IIASA, ein führendes internationales Forschungsinstitut in Österreich, das die dringendsten Probleme der Menschheit untersucht.

©Vienna Philharmonic

Musik hebt den Geist in Sphären, die über die Objektivität und selbst auferlegten Grenzen des Individuums hinausgehen. In diesen Gefilden hat die Phantasie freien Lauf, um sich mit zufälligen oder scheinbar gar paradoxen Zusammenhängen zu beschäftigen und um Ideen und Impulse zu entwickeln, die wiederum neue Konzepte und Herangehensweisen erzeugen können.

Musik und Wissenschaft haben vieles gemeinsam. Auch die Wissenschaft zielt darauf ab, die materialistische Welt zu überwinden, die Spuren des Mystischen und Flüchtigen zu begreifen und auf einem hohen intellektuellen und emotionalen Niveau zu verstehen.

Gemeinsam haben Musik und Wissenschaft umgestaltende Kraft. Sie haben die Fähigkeit, die Welt abzubilden wie sie ist und wie sie sein könnte.

Eines der selbst gewählten Ziele der Wiener Philharmoniker ist es,  die Botschaften der Musik in das tägliche Leben und das Bewusstseins des Zuhörers zu übertragen. Dieses geschieht beispielsweise dadurch, dass die Philharmoniker die Arbeit des IIASA unterstützen ­– ein wissenschaftliches Forschungsinstitut, das vor 40 Jahren in Österreich, dem Heimatland der Philharmoniker gegründet wurde.

Heute hat das IIASA 19 Mitgliedsorganisationen aus Afrika, Amerika, Asien und Europa. IIASA ist führend und wegweisend, Lösungen für planetare Herausforderungen wie Hunger, Luftverschmutzung, globale Erwärmung und menschliche Sicherheit  zu finden.

IIASA wurde im Oktober 1972 gegründet als Repräsentanten der ehemaligen Sowjetunion, der USA und aus 10 andere Ländern aus West und Ost sich in London trafen, um die Charta zur Gründung des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) zu unterzeichnen. Diese neue  Form der Zusammenarbeit während des kalten Kriegs war der Höhepunkt einer sechsjährigen Anstrengung, hauptsächlich vorangetrieben vom US-Präsidenten Lyndon B. Johnson und dem USSR Premier Alexei Kosygin.

Österreich mit seinen umfassenden Erfahrungen als diplomatischer Vermittler während der Nachkriegszeit, erklärte sich bereit, IIASA im Schloss Laxenburg, 15 Kilometer südlich von Wien zu etablieren. Dieses prächtige Barockschloss war früher der bevorzugte Sommersitz der Habsburger.

Wo im 18 Jahrhundert Kaiserin Maria-Theresia für die Aristokratie und das höhere Bürgertum Hof hielt, kam nun ein ständiger Strom von Wissenschaftlern von beiden Seiten des eisernen Vorhangs zusammen, um gemeinsam Antworten auf die grossen Fragen der Menschheit zu finden. Dazu gehörten Physiker, Chemiker, Mathematiker, Computerwissenschaftler, Hydrologen, Ökologen, Demographen, Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, - alles führende Wissenschaftler in ihren Heimatländern. Sie waren darüber hinaus die ersten, die Forschung betrieben mit einer holistischen, systemanalytischen Perspektive.

Mit dem Ende des kalten Krieges, war IIASA Teil einer kleinen weltweiten Gruppe von Institutionen, die das wissenschaftliche Denken veränderten. Sein Einfluss und ein Netzwerk von Partnerschaften sind seither weitreichend.

Als die Grenzen zwischen Ost- und Westeuropa wegbrachen, wurde die Bedeutung des IIASA als unabhängiger, verlässlicher politische Entscheidungsträger  fest etabliert. Derzeit sind es 200 Wissenschaftler aus 50 Ländern, die auf Schloss Laxenburg die humanwissenschaftlichen und umweltbezogenen Aspekte des globalen Wandels erforschen: Energie und Klimawandel, Nahrung und Wasser, Armut und Verteilungsgerechtigkeit.  Des weiteren arbeitet das IIASA mit weltweit 300 Forschungspartnern zusammen, darunter akademische, öffentliche und private Institutionen, um die dringendsten menschheitsbezogenen und ökologischen Probleme auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene zu lösen.

Österreich kann berechtigterweise stolz auf dieses Forschungsinstitut sein, dem es vor 40 Jahren ein Zuhause gab. Heutzutage begegnen sich im Kaisergang, wo Kaiser Franz-Josef und dessen Höflinge zu wandeln pflegten um dringende Staatsangelegenheiten zu diskutieren, die IIASA Wissenschafter. Jetzt geht es um die Untersuchung von Waldsterben, Nahrungsproduktion und wie die Landnutzung optimiert werden kann in Regionen, die unter extremen Wetterereignissen leiden, die Naturkatastrophen ausgesetzt sind und wo Wassermangel herrscht.

In den Räumen wo 1858 Kaiserin Elisabeth - Sissi – ihren glücklosen einzigen Sohn und Thronfolger Kronprinz Rudolf zur Welt brachte, werden jetzt Strategien zur besseren Mutter-Kind-Versorgung, der Armutsbekämpfung und des nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstums  diskutiert und formuliert.

Unter den mächtigen Kronleuchtern, die von den Decken der kaiserlichen Gemächer hängen, betrachten erfahrene Wissenschaftler die Energieproduktion mittels Solarpanelen in der Sahara und wie man saubere Energie bereitstellen kann für die 3 Milliarden Menschen auf unserem Planeten, die immer noch gezwungen sind, ihre Mahlzeiten mit Holz und Kerosin zuzubereiten.

Während in längst vergangenen Sommern die Klänge einer Haydn-Sinfonie von den Wänden des Schlosses halten, ist es dieser Tage wahrscheinlicher, die Schritte von über 50 jungen talentierten Wissenschaftlern zu hören.  Sie kommen aus Industrieländern, wie auch Entwicklungsländern und erlernen gemeinsam neue Fähigkeiten im Rahmen des IIASA Vorzeigeprogramms für junge Wissenschafter (YSSP).

Es ist eine wahre Freude zu sehen, was sich aus einem zarten Pflänzchen der Kooperation, welches in einer Zeit grosser globaler Spannungen in einem neutralen Land Zentraleuropas „gepflanzt“ wurde, entwickelte. Mit der Unterstützung des Gastgeberlandes Österreich und der weltweiten nationalen Mitgliedsorganisationen (NMO) ist das IIASA eine einflussreiche und globale Institution geworden, die nicht um Profit und Macht ringt, sondern zu Gunsten und für das Wohl der gesamten Menschheit agiert.

Mit Stolz und Freude blickt IIASA auf die kommenden Jahre der Zusammenarbeit mit den grossartigen Wiener Philharmonikern.



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Last edited: 06 November 2012

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